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Sonntag, 28. Dezember 2014

28122014

Ich vermisse dich nicht nur als meinen festen Freund, als den, der mir körperliche Nähe 

und Zuneigung gibt. 

Nein, du bist mehr als das. 

Ich vermisse dich als meinen besten Freund, als denjenigen, der all seine Zeit mit mir

verbringt, mit dem es nie langweilig wird, weil ständig etwas Aufregendes passiert und

sogar langweilige Sachen aufregend sind, mit dem ich immer Spaß habe, alles machen kann

und mir nichts peinlich ist. 

Ich vermisse dich als meinen großen Bruder, für den ich sein kleines Mädchen bin, der mich

beschützt und seine Hand für mich ins Feuer legt, der immer aufpasst, dass mir nichts

passiert und dass ich keinen Fehler mache. 

Ich vermisse dich als meinen kleinen Bruder, für den ich die große Beschützerin bin, der

mich anhimmelt und den ich beschütze, mit dem ich rumtolle und spiele und einfach

wieder klein sein kann. 

Ich vermisse dich als meine Vertrauensperson, der ich all meine Probleme erzählen kann,

die mir wieder aufhilft, wenn es mir schlecht geht und die immer für mich da ist, sogar

wenn ich die Böse bin. 

Ich vermisse dich als meinen Rückzugs- und Wohlfühlort. Dort wo du bist, bin ich

zufrieden, dort fühle ich mich wohl. Bei dir kann ich entspannen. Nur bei dir, weil ich das

nur kann, wenn ich weiß, dass es dir gut geht. Und wenn es dir gut geht, geht es mir gut. 



Ich vermisse dich, weil du mich zu dem machst, wie ich bin. 



Stell dir vor, du verlierst alle diese Personen und Dinge auf einmal. Du hast nicht nur sie

verloren, du hast dich selbst verloren. Und nun: Finde dich!

Freitag, 26. Dezember 2014

26122014

Mütter spüren, dass ihr Kind Hilfe benötigt.

Tiere spüren, dass es ihrem Herrchen nicht gut geht.

Zwillinge spüren, was der andere spürt.

Ich spüre, dass es das noch nicht gewesen ist.

Auf irgendeine Art und Weise wird noch etwas geschehen.

Ob gut oder schlecht, ob morgen, in 3 Monaten oder 20 Jahren, das kann ich nicht sagen, 

aber ich spüre, dass noch etwas mit uns passiert. 

Das mag vielleicht komisch klingen, aber ich weiß es. Man spürt so etwas. 

Das mit uns, so wie es jetzt ist, das ist noch nicht das Ende.

Und ich möchte auch nicht, dass so unser Ende aussieht.

Sonntag, 21. Dezember 2014

21122014

"Zeit heilt alle Wunden." "Mach dir keinen Kopf, es wird schon besser."

Nein, so ist das nicht. Es wird nicht von Tag zu Tag einfacher.

Im Gegenteil: Es wird von Tag zu Tag schlimmer.

Je mehr Zeit verstreicht, desto mehr vermisse ich, weil ich langsam realisiere, dass ich dich 

wirklich verliere.

Vielleicht ist das wie mit der Länge der Tage. Vom Sommer zum Winter werden die Tage 

immer kürzer, bis heute. Der kürzeste Tag ist erreicht und ab jetzt werden die Tage wieder 

länger.

So ist das auch mit dem Vermissen.

Es wird von Tag zu Tag schlimmer, aber irgendwann erreicht man den Höhepunkt, man 

kann nicht mehr vermissen als zu diesem Zeitpunkt. Und dann wird alles besser.

Vielleicht ist es ja wirklich so, aber so weit bin ich noch lang nicht.

Ich vermisse dich schrecklich.

Du bist ein großer Teil meines Lebens. Mein Leben dreht sich quasi nur um dich. Du bist 

mir wichtiger als ich. Ich lebe für dich. Du gibst mir einen Sinn. Du machst mich aus. 

Und seitdem du "weg" bist, weiß ich nicht mehr, wer ich bin, was ich denke oder was ich 

fühle.

Ich bin wie ein Roboter: Aufstehen, zur Schule gehen, nach Hause kommen, schlafen. Und 

zwischendurch habe ich nur einen Gedanken: dich.

Ich denke an dich, ich rede von dir, ich weine wegen dir.

Ich vegetiere nur noch vor mich hin. Ich habe keinen Sinn mehr, keine Kraft, keinen 

Antrieb, keinen Halt. 

Meine Trauer habe ich immer mit dir überwunden. Wenn es mir schlecht ging, warst du für 

mich da und hast mir wieder aufgeholfen. Jetzt hilfst du mir nicht. 

Du fehlst mir.

Du bist so wichtig in meinem Leben.

Du bist mein Leben.

Dienstag, 16. Dezember 2014

16122014

Liebe kann so schön sein.

Aber wenn du selbst nicht glücklich sein darfst,

ist es unerträglich, andere Menschen glücklich zu sehen.

Du fragst dich: "Warum sind sie noch zusammen?

Warum nicht wir?"

Du weißt nicht warum.

Und du verstehst die Welt nicht mehr.

Ich habt euch so gut verstanden.

Ihr habt euch geliebt.

Es gab keine Probleme.

Doch anscheinend war doch irgendetwas verkehrt.

Du weißt nicht was.

Woher sollst du das auch?

Für dich war es perfekt. 

Du warst glücklich.

Du hättest ewig so weiterleben können.

Aber du darfst es nicht und du kannst es nicht ohne ihn.

Du denkst darüber nach.

Du schläfst nicht. 

Du trinkst nicht. 

Du isst nicht.

Du denkst.

Alles was du machst, ist, dir den Kopf zu zerbrechen.

Du weißt nicht, was du selbst fühlst oder was du denken sollst.

Und du weißt erst recht nicht, was in dem anderen vorgeht.

Und es frisst dich auf.